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Für die Fälle, bei denen die Turbulenzstruktur für die Lösung eines Problems bedeutsam ist, stand bisher nur die Large
Eddy Simulation (LES) zur Verfügung. Obwohl seit vielen Jahren verfügbar, hat sich LES in der Praxis nicht durchgesetzt,
da zum einen die Rechenzeiten immer noch extrem lang sind und zum anderen an den Eintrittsrändern alle turbulenten
Schwankungsgrößen vorgegeben werden müssen. Dies ist in den meisten Fällen völlig unpraktikabel.
ANSYS CFX
bietet deshalb als zusätzliche Option das sogenannte Detached Eddy Turbulenzmodell an. Grundidee von DES ist, die
LES-Methode nur in den Gebieten einzusetzen, in denen das turbulente Längenmaß größer als die Gitterweite ist. In
allen anderen Gebieten wird automatisch auf das SST-Modell umgeschaltet.
Im Vergleich zur klassischen LES-Methode hat DES bei Strömungen mit hohen Reynoldszahlen um Größenordnungen kürzere
Rechenzeiten und bietet trotzdem die Vorteile von LES bei der Vorhersage der Turbulenzstruktur in Ablösegebieten.
Ein weitere großer Vorteil in der Praxis ist, dass an den Rändern des Berechnungsgebiets die bekannten stationären
Randbedingungen für das SST-Modell verwendet werden können.
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DES-Simulation der Turbulenzstruktur hinter einem Fahrzeug.
MPEG Animation (1.1 MB)
Automatisches Umschalten des Turbulenzmodells bei der Simulation einer Zylinderumströmung. Rot: SST, Blau: LES.
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