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Die Änderung von Tiefgang und Trimm eines fahrenden Schiffes durch hydrodynamische Einflüsse wird als Squat-Effekt bezeichnet; seine Stärke ist abhängig vom Tiefgang, der Fahrgeschwindigkeit und der Fahrwassergeometrie.
In einem Anwendungsprojekt für die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW), Karlsruhe, wurde die Fahrt eines Gütermotorschiffs in einem Kanal simuliert und mit Messungen der BAW verglichen. Neben dem Squat-Effekt interessierten
vor allem die hydraulischen Belastungsgrößen auf die Sohle und auf das Deckwerk der Böschungen.
Die Fahrt des Gütermotorschiffs MS Main (Länge 105 m, Breite 11 m, Masse 2570 t, Exzentrizität 6,79 m, Geschwindigkeit 2,38 m/s) im Wesel-Datteln-Kanal wurde simuliert. Bug und Heck sanken aufgrund
des Squat-Effekts 25 cm bzw. 35 cm ein. Die quantitative Übereinstimmung zwischen Simulation und Messung ist sowohl für Maximalwerte (z.B. Absunk und Wellenhöhe an Bug und Heck) als auch für den räumlichen Verlauf
von Wasserhöhe und Geschwindigkeiten sehr gut.
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Wasserspiegelhöhe an der Steuerbordböschung in Simulation und Messung (mit freundlicher Genehmigung der BAW, Karlsruhe)
Rückströmungsgeschwindigkeit unter der Steuerbordseite des Schiffs in Simulation und Messung (mit freundlicher Genehmigung der BAW, Karlsruhe)
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